Die besten Verdauungs- und Magentees

Die besten Verdauungs- und Magentees

Magenprobleme sind eine unangenehm. Sie machen es schwierig produktiv zu sein und können eine Vielzahl von Nebenwirkungen mit sich bringen, die Sie daran hindern, den bevorstehenden Tag in Angriff zu nehmen. Glücklicherweise können die meisten geringfügigen Verdauungsprobleme leicht auf schmackhafte Weise behandelt werden.

Die Wirkung bestimmter Tees auf das Verdauungssystem wird durch eine Reihe aktueller Forschungsergebnisse bestätigt. Dabei ist es egal, ob Sie unter Krämpfen und Blähungen leiden oder einfach nur die Verdauung fördern wollen. Entdecken Sie die besten Verdauungstees und beginnen Sie noch heute ein gesünderes Leben.

Grüner Tee – Fördert die Verdauung

Grüner Tee enthält Catechine wie EGCG, die helfen können, das Verdauungssystem zu fördern. Catechine haben entzündungshemmende Eigenschaften, die helfen können, Entzündungen in der Magenregion zu reduzieren und Magenkrämpfe zu lindern. Catechine wie EGCG können außerdem helfen, Colitis zu behandeln – eine Erkrankung, die durch Entzündungen verursacht wird und so die die Verdauung beeinträchtigen 1.

Grüner Tee ist auch als beliebte Gewichtsabnahmehilfe bekannt und wird als Zutat in Diätgetränken oder auch auch als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Catechine und Antioxidantien im grünen Tee helfen, den Stoffwechsel anzukurbeln.

Ingwertee – lindert Übelkeit und Krämpfe

Ingwerwurzel-Tee wird seit langem zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden einschließlich Übelkeit eingesetzt. Der würzige Geschmack von Ingwer stimuliert die Produktion von Magensäften und Verdauungsenzymen, die den Abbau von Lebensmitteln unterstützen. Infolgedessen kann Ingwertee helfen, den Stoffwechsel zu beschleunigen und Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Magenkrämpfe zu lindern 2.

Ingwers stärkster gesundheitlicher Nutzen für die Verdauung ist aber seine Fähigkeit Übelkeitsgefühle zu minimieren. Dutzende von Studien haben gezeigt, dass Ingwer dabei hilft, Übelkeitsgefühle innerhalb von ein bis sechs Stunden zu hemmen. Die Studien wurden an schwangeren Frauen mit Morgenübelkeit, Chemo-Patienten und an Menschen durchgeführt die seekrank werden und an Bewegungsübelkeit leiden 3.

Pfefferminztee – Reduziert Magenschmerzen

Pfefferminztee ist ein beliebter Bestandteil von Kräuterheilmitteln zur Schmerzbehandlung. Pfefferminztee ist besonders effektiv bei der Behandlung von Magenschmerzen, die durch Magenverstimmung, Blähungen und überschüssiges Gas verursacht werden. Dies ist möglich da Pfefferminztee Menthol und Menthon enthält, die dabei helfen, Entzündungen zu reduzieren und die Magen- und Darmschleimhaut zu beruhigen 4. Pfefferminztee hat auch antibakterielle Eigenschaften, die helfen, schlechte Bakterien zu bekämpfen, die krank machen können.

Pfefferminztee kann auch helfen, die schmerzhaften Symptome des Reizdarmsyndroms (IBS) zu lindern. Eine Studie der University of Adelaide ergab, dass Pfefferminz direkt auf Schmerzkanäle im Dickdarm und im Magen-Darm-Trakt wirkt. Pfefferminztee wirkt direkt entzündungshemmend und deaktiviert schmerzstillende Fasern 5.

Schwarzer Tee – Fördert gesunde Darmbakterien und Immunität

Chinesische Studien haben gezeigt, dass schwarzer Tee einen potenziellen Nutzen für die Darmgesundheit hat. Eine im European Journal of Nutrition veröffentlichte Studie ergab beispielsweise, dass das Trinken von schwarzem Tee die Darmgesundheit verbessern kann. Schwarztee enthält Polyphenole, die helfen können, gesunde Darmbakterien zu stärken. Diese gesunden Bakterien sind nicht nur für die Verdauung, sondern auch für das Immunsystem lebenswichtig 6. Das Trinken von schwarzem Tee kann somit helfen, Verdauungsstörungen zu minimieren und die Darmfunktion zu optimieren.

Süßholzwurzeltee – Vorbeugung von Geschwüren und Magenschmerzen

Süßholzwurzel-Tee ist bekannt für die Hustenreiz-lindernde Wirkung. Er wird seit Jahrhunderten auch zur Behandlung von Verdauungsproblemen in der traditionellen Medizin Asiens eingesetzt. Süßholzwurzel kann helfen, Geschwüre zu verhindern und zu behandeln, indem es die Produktion von Mucin erhöht, einer Verbindung, die den Magen auskleidet und den Magen vor überschüssiger Magensäure schützt. Der Tee enthält auch Flavonoide, die H. pylori Bakterien bekämpfen können, welche wiederum Geschwüre verursachen 7.

Dieselben Verbindungen können helfen, Krebsgeschwüre zu bekämpfen. Süßholzwurzel-Tee hat einen bitteren Geschmack – ähnlich wie schwarze Lakritze – und wird oft mit anderen Teesorten wie Zitroneneisenkraut und Zitronenmelisse vermischt. Diese Teemischungen bekämpfen Koliken nachweislich durch karminative Effekte, die Krämpfe im Darm reduzieren können 7.

Oolong Tee – Lindert Säure-Reflux

Oolong-Tee gehört zu den „echten“ Tees, zusammen mit schwarzem Tee, weißem Tee, grünem Tee und Pu-Er-Tee. Er wird aus den Blättern der Camellia sinensis Pflanze hergestellt, ist aber nur halb oxidiert. Der Tee verfügt über antiseptische Eigenschaften, die helfen, Bakterien zu bekämpfen, die Magenverstimmungen verursachen können. Der Tee hat zudem einen basischen pH-Wert, der dabei hilft, die Symptome des Säure-Refluxes zu reduzieren.

Oolong-Tee ist auch ein bekannter Gewichtsverlustbooster. Das Trinken von Oolong-Tee hilft, den Stoffwechsel zu beschleunigen und die Fettverbrennung zu fördern. Somit kann Oolong-Tee dem Magen und Darm helfen, nach einer schweren Mahlzeit fettige Lebensmittel abzubauen 8.

Kamillentee – Beruhigt

Kamillentee ist vor allem als Gute-Nacht-Tee beliebt. Er bietet einen natürlichen beruhigenden und entspannenden Effekt, der hilft, die Schlafqualität zu verbessern und die Sinne zu entspannen. Kamillentee wirkt aber außerdem auch beruhigend auf den Verdauungstrakt und lindert die Symptome von Schmerzen. Kamille hemmt die Produktion von Pepsin – einem Verdauungsenzym, das mit dem Säure-Reflux verbunden ist. Das Säure-Reflux-Problem entsteht, wenn zu viel Pepsin produziert wird und in die Speiseröhre gelangt. Kamille hilft, dieses Verdauungsenzym zu bändigen, und so die Symptome zu lindern 9.

Kamillentee kann auch dabei helfen, Entzündungen zu reduzieren und Durchfall zu stoppen. Kamillentee wirkt direkt auf gereizte Muskeln und die Schleimhäute von Darm und Magen. Er wirkt entspannend und reduziert so die Symptome von Durchfall 10.

Chai Tee – Optimiert die Verdauung

Chai ist ein Tee, der seine Ursprünge in der traditionellen indischen Medizin hat, bekannt als Ayurveda. Er wird seit Jahrtausenden zur Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten, einschließlich Verdauungsstörungen, eingesetzt. Chai wird aus einer Vielzahl von Gewürzen hergestellt, darunter Ingwer, Nelken, Zimt, Kardamom und Pfeffer. Er wird normalerweise mit indischen Schwarztees und einem Schuss Vollmilch vermischt. Für eine koffeinfreie Version kann der schwarze Tee durch Kräutertees wie Rooibos ersetzt werden.

Der schwarze Pfeffer im Chai-Tee hilft, Salzsäure zu produzieren – eine Substanz, die die Verdauung von Proteinen unterstützt. Zimt reduziert nachweislich Übelkeit und beugt Durchfall vor, indem er die Magenschleimhaut beruhigt 11.

Pu-erh Tee – Fördert gesunde Darmbakterien

Pu-erh Tee ist ein weiterer „echter“ Tee, der dem Verdauungstrakt helfen kann. Zur Herstellung werden die Teeblätter nach der Trocknung fermentiert. Reifer PU-erh-Tee wird mit einem speziellen Verfahren fermentiert, bei dem die getrockneten Blätter in feuchten Tüchern in einer warmen Umgebung eingeweicht werden.

Dies fördert die Produktion von gesunden Mikrobakterien, die die Blätter fermentieren. Diese gesunden Bakterien produzieren Tee, der Entzündungen reduzieren kann, und so dabei helfen kann Magenschmerzen zu lindern. Er weist außerdem antibakterielle Eigenschaften auf, die dabei helfen können, Krankheiten abzuwehren, welche wiederum Magenprobleme verursachen können 12.

Löwenzahn-Wurzeltee – Reduziert Krämpfe

Löwenzahntee hat entzündungshemmende Eigenschaften, die den Blutdruck senken und Magenkrämpfe reduzieren können. Löwenzahntee erhöht die Produktion von Magensäften wie Galle und hilft dem Körper, Lebensmittel effizienter abzubauen. Studien zeigen auch, dass er dem Körper hilft, komplexe Kohlenhydrate effizienter zu verdauen und die Insulinakzeptanz zu verbessern 13.

Löwenzahnwurzeltee hilft außerdem, das Immunsystem zu stärken, und kann somit dazu beitragen, dass Bakterien zu bekämpfen die potentiell Verdauungsprobleme verursachen können. Löwenzahntee bekämpft nachweislich E. coli und Darmbakterien und steigert die Anzahl der weißen Blutkörperchen 14.

Senna Tee – Lindert Verstopfung

Der Senna-Tee wird aus der Senna-Pflanze hergestellt, die auch unter dem botanischen Namen Cassia angustifolia bekannt ist. Er ist in den USA von der Food and Drug Administration (FDA) als rezeptfreies Abführmittel zugelassen. Das Trinken von Senna-Tee kann ebenfalls helfen, Verstopfung und Blähungen zu reduzieren. Der Tee enthält Sennosidverbindungen, die die Kontraktion im Darm verstärken und den Stuhlgang anregen 15.

Optimieren Sie ihre Verdauung mit Tee

Bereits durch eine einzige Tasse Tee können Sie eine Vielzahl von Verdauungsbeschwerden lindern. Egal ob Sie unter Magenschmerzen, Geschwüre oder Übelkeit leiden, es gibt einen Tee, der Ihnen potentiell dabei hilf, sich schnell besser zu fühlen. Außerdem wirkt Tee natürlich nicht nur, sonder ist auch köstlich.

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15464031 []
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10442508[]
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK92775/[]
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16767798[]
  5. https://www.sciencedaily.com/releases/2011/04/110419101234.htm[]
  6. https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00394-017-1542-8[]
  7. https://www.uofmhealth.org/health-library/hn-2122006[][]
  8. https://academic.oup.com/jn/article/131/11/2848/4686734[]
  9.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2995283/[]
  10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5074766/[]
  11. https://www.pacificcollege.edu/news/blog/2014/07/24/chai-tea-digestion[]
  12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4918958/[]
  13. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5553762/[]
  14. https://abstracts.societyforscience.org/Home/PrintPdf/5403[]
  15. https://www.sciencedirect.com/topics/neuroscience/anthraquinone-glycosides []