Alles was sie über den Tee-Anbau wissen sollten

Alles was sie über den Tee-Anbau wissen sollten

Echte Tees wie schwarzer Tee, grüner Tee oder auch Oolong-Tee werden alle aus den Blättern und Knospen der Camellia sinensis Pflanze hergestellt. Heutzutage ist der Teestrauch in Hinterhöfen und Teeplantagen auf der ganzen Welt verbreitet.

Tees die aus den Blättern und Knospen der Camellia sinensis Pflanze hergestellt werden, sind für ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt und gehören der ersten Dinge, nach denen Menschen greifen, wenn sie sich entspannen und abschalten wollen.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über diese besondere Pflanze und wie ihre Blätter in Ihre Tasse gelangen.

Was ist Camellia Sinensis?

Camellia sinensis (L.) ist eine winterharte Pflanze, die oft mit c. sinensis abgekürzt wird, wenn sie in medizinischen Studien verwendet wird. Tees, die aus den Blättern dieser Pflanze hergestellt werden, sind als echte Tees bekannt. Dazu gehören, wie bereits oben erwähnt, weißer Tee, grüner Tee, Oolong-Tee und schwarzer Tee.

Die Teepflanze Camellia sinensis ist ein immergrüner Strauch aus der Familie der Blütenpflanzen Theaceae. Häufige Bezeichnungen für die Teepflanze sind Teestrauch und Teebaum. Allerdings darf er nicht mit dem Teebaum Melaleuca verwechselt werden, der hauptsächlich zur Herstellung ätherischer Öle verwendet wird.

Heutzutage gibt es zwei Hauptsorten der Teepflanze, die speziell für die Herstellung von Tee angebaut werden. Diese Sorten sind bekannt als Camellia sinensis var. sinensis und Camellia sinensis var. assamica. Darüberhinaus gibt es Tausende von Teeherstellern, die alle diese Sorten verwenden um vollkommen unterschiedliche Tees herzustellen.

Die größte Menge an Camellia sinensis Pflanzen wird in China, Indien, Japan und Sri Lanka kultiviert. In Japan wird die Teepflanze hauptsächlich verwendet um grünen Tee zu produzieren, während Indien hauptsächlich schwarzen Tee produziert. China ist bekannt für die Herstellung von hochwertigen Sorten grünen und schwarzen Tees. Allerdings bauen auch andere Länder wie Kenia, Ecuador und die USA den Teebaum an, um Tee herzustellen.

Teeanbau

Die Teepflanze wird fast ausschließlich von Hand geerntet. Teeproduzenten versuchten zwar, Maschinen zu benutzen, um die Blätter ernten zu können, aber scheitern in der Regel da die Maschinen die Blätter beschädigen.

Einer der wichtigsten Schritte beim Anbau ist das Zuschneiden der Teesträucher. Die Camellia sinensis Pflanze kann bis zu 30 Meter hoch werden. Um die Ernte zu erleichtern, schneiden Teekultivierer die Teepflanzen zurecht und halten sie auf Taillenhöhe. Dies trägt auch dazu bei, neues Wachstum zu fördern und die Ernteerträge zu steigern.

Anders als die meisten Pflanzen die in der westlichen Welt angebaut werden, handelt es sich bei der Camellia sinensis um eine immergrüne Pflanze. Das bedeutet, dass Tee prinzipiell das ganze Jahr über zyklisch geerntet werden kann.

Allerdings wächst die Teepflanze in warmen, feuchten Monaten deutlich schneller und nur sehr langsam während kalter Monate. Aus diesem Grund ist die Erntefrequenz immer stark vom Klima der jeweiligen Region abhängig. Außerdem hängt der Erntezeitpunkt auch immer von der gewünschten Qualität des Tees ab.

Die Teeblätter werden nach der Ernte in große Bambuskörbe oder Säcke gelegt. Sobald die Körbe voll sind, werden sie zu einer lokalen Produktionsstätte auf der Teeplantage gebracht. Dort werden sie sortiert, verwelkt, getrocknet und manchmal oxidiert, um verschiedene Teesorten herzustellen.

Teesorten

Obwohl alle echten Tees aus den gleichen Blättern und Knospen der Pflanze Camellia sinensis hergestellt werden, treten große Unterschiede als Resultat des Produktionsprozesses auf. Weiße Teeblätter werden nur minimal verarbeitet und sind damit der natürlichste aller echten Tees. Zur Produktion weißen Tees verwenden Teekultivierer ausschließlich junge Blätter, die dann sofort sonnengetrocknet werden, um eine Oxidation zu verhindern.

Grüne Tee-Blätter werden im Sonnenlicht kontrolliert verwelkt und dann getrocknet, um die Oxidation zu verhindern. Grüne Teeblätter erhalten die satte Farbe der Teesträucher. Sie werden typischerweise vor der Verpackung gerollt. Grüner Tee ist wegen seiner gesundheitlichen Vorteile sehr beliebt. Grüner Tee Katechine werden insbesondere mit einem reduzierten Krebsrisiko in Verbindung gebracht.

Die restlichen beiden wahren Tees werden oxidiert, was zu ihren dunkleren Farben führt. Oolong-Tee ist semi-oxidiert. Teekultivierer überwachen den Oxidationsprozess und stoppen ihn durch Erwärmen der Blätter. Oolong-Tee hat einen intensiveren Geschmack als grüner Tee, ist aber milder als schwarzer Tee. Schwarzer Tee wird vollständig oxidiert, was zu seiner tiefbraunen oder schwarzen Farbe führt. Er hat den stärksten Geschmack aller echten Tees und durchläuft auch den längsten Produktionsprozess.

Pu-erh-Tee wird manchmal ebenfalls als echter Tee eingestuft, da er ebenfalls aus den Blättern der Camellia sinensis Pflanze hergestellt wirds. Allerdings werden zur Herstellung von Pu-Erh Tee diese Teeblätter in einem Alterungsprozess fermentiert. Die hochwertigsten Pu-Erh Tees können mehr als 50 Jahre gelagert werden. Wie feine Weine entwickeln Pu-Erh Tees Tees einzigartige Aromen, je nach Bodenbeschaffenheit, Klima und Anbaugebiet.

Regionale Unterschiede

Chinesische Tees

Die meisten chinesischen Tees werden mit der var. sinensis-Sorte der Teepflanze hergestellt. Die erste Teepflanze wurde vor tausende von Jahren entdeckt und ist seither quasi ein Grundnahrungsmittel in Asien. Chinesische Tees sind für ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt und sind nicht aus der Chinesischen Kultur wegzudenken.

Die größte Teeanbauregion Chinas ist die Provinz Yunnan. Verschiedene Tees werden ebenfalls in den Provinzen Anhui, Hubei und Zhejiang angebaut. Chinesische Grüntees werden typischerweise geröstet oder gebrannt, um eine Oxidation zu verhindern. Daraus ergibt sich ein reichhaltiger, rauchiger oder gerösteter Geschmack. Chinesische Grüntees sind auch für ihre erdigen Aromen bekannt.

Japanische Tees

Die Japaner konzentrieren sich hauptsächlich auf die Produktion von grünen Tees. Dieses Getränk wird während und nach den Mahlzeiten konsumiert und ist ein ebenfalls ein fester Bestandteil der japanischen Kultur. Er wird traditionsgemäß im Rahmen japanischer Teezeremonie angeboten. Japanische Grüntees werden gedünstet und nicht wie chinesische Grüntees geröstet. Japanische Grüntees neigen aufgrund dieser Produktionsmethode dazu, einen grasigen oder vegetativen Geschmack zu haben. Sie zeichnen sich durch eine leicht süße und blumige Note aus, die diese Art von grünem Tee zarter als Chinesische Sorten erscheinen lässt.

Indische Tees

Es gibt drei Haupttypen von Tee, die in Indien angebaut werden: Assam, Darjeeling und Nilgiri. Assam-Tees werden in der stark bewaldeten nordöstlichen Region des Landes angebaut. Dieses Gebiet beherbergt eine reiche Tierwelt und ist für die Herstellung von reichhaltigen, vollmundigen Tees bekannt. Die erste Teegesellschaft Indiens wurde 1837 in dieser Region gegründet.

Darjeeling-Tee wird von kühlen, feuchten Plantagen in den Ausläufern des Himalaya bezogen. Dieser schwarze Tee gilt aufgrund der einzigartigen Lage seiner Anbauregion als einer der besten Tees der Welt. Bodenbeschaffenheit, Wetter und regionale Faktoren führen zu einem zarten schwarzen Tee. Darjeeling-Tees werden dreimal im Jahr in so genannten Flushes geerntet. Der First Flush findet im Frühjahr statt und beinhaltet schwarze Tees, die leicht und aromatisch sind. Die Second Flush findet im Sommer statt und ergibt robustere Tees mit starkem Geschmack. Der Third Flush findet im Herbst statt und gilt als weniger stark als die beiden vorherigen Flushes. Thiird Flush Teeblätter sind in der Regel günstiger.

Nilgiri-Tee wiederum wird in höheren Lagen angebaut als seine indischen Kollegen. Dieser Tee ist ebenfalls als Blue Mountain Tee bekannt. Nilgiri-Tee-Blätter werden in Südindien in den westlichen Ghats-Bergen angebaut. Die hochwertigen Blätter werden von Hand geerntet und als Orange Pekoe verkauft. Nilgiri-Teesorten sind bei Teeliebhabern sehr begehrt und haben Rekordpreise von 600 US-Dollar pro Kilogramm erreicht.

Von der Pflanze in die Tasse

Camellia sinensis Pflanzen sind der Grund, warum wir köstliche Tasse schwarzen, weißen, grünen, grünen, oolong oder pu-erh Tee genießen können. Dieimmergrünen Sträucher der Teepflanze produzieren die weltweit meistverzehrten Teesorten. Sie werden hauptsächlich in Asien angebaut, können aber in verschiedenen Ländern der Welt angebaut werden. Auch die Teepflanzen unterscheiden sich in Geschmack und Aroma deutlich, je nachdem, wo und wie sie angebaut werden.